Young beautiful ballerina is posing in studio @ ayakovlev_com

Viel Zeit war nicht vergangen, bis Marlin verstanden hatte, was die Garou mit ‘spare Dir die Kraft für den Weg’ gemeint hatte. Dafür war einfach keine Puste mehr da.
Xies lies den Kopf hängen und hatte das Gefühl, die Gruppe zurückzuhalten. Denn obwohl die Magierin, nach allem, was Marlin bisher von ihr gesehen hatte, nicht wirklich der Outdoor-Typ war, wirkte sie auch dann noch frisch, als sie endlich stoppten, um etwas zu Mittag zu essen.
Aber auch das schien eine Freundlichkeit gegenüber Ariana und in erster Linie Marlin zu sein. Die Garou, vor allem jene, die in Wolfsform unterwegs waren, hätten die Pause wohl nicht gebraucht.
Nun aber wandelten die Meisten zurück in ihre menschliche Form. Bis auf jenen, den sie Raven Blade nannten, den Marlin bisher nur einmal sehr kurz überhaupt in menschlicher Gestalt gesehen hatte.

Marlin setzte sich heftig auf einen moosbewachsenen Felsen. Dankbar fürs erste nicht mehr Gehen oder Stehen zu müssen. Ariana trat zu xies und fragte leise. “Geht es?”
Marlin nickte und es schien auch ehrlich zu sein. Auch wenn xies danach aussah, für den heutigen Tag dann genug zu haben.
So nickte Ariana schließlich zufrieden. “Bitte kontrolliere deine Füße auf Blasen, damit wir etwas dagegen tun können, bevor sich eine entzündet. Meine Heilfähigkeiten sind …”, sie hüstelte. “Sagen wir, die Spähre “Life” ist nicht gerade meine Stärke.”
Fast ohne einen Laut zu machen, trat Nascha zu ihnen. “Dabei kann ich helfen, wenn ich darf.”
Nascha war die einzige, die, außer Ariana, auch auf dieser Wanderung einen Rock trug und sich damit durch den Wald bewegte, ohne je irgendwo hängen zu bleiben oder
Ariana nickte ihr dankend zu und auch Marlin blickte erleichtert. Xies beugte sich dann nach unten, um ihre Schuhe auszuziehen. Tatsächlich hatten sich, trotz dass Ariana Marlins Schuhe am Vortag noch auf magischem Weg etwas ‘eingelaufen’ hatte, hatten sich zwei wunderhübsche Blasen gebildet.
Nascha kniete sich vor Marlin auf den weichen Waldboden, bevor sie die Blasen vorsichtig mit ihren Händen bedeckte und zu Singen begann.
Marlin warf einen Blick zu Ariana, aber die nickte nur kurz und beruhigend. Sie wartete bis Nascha das Lied, das in Navaho sein musste, beendet hatte, bevor sie sprach. “Wir haben alle unseren eigenen Weg mit der Realität zu intagieren und jede Art ist richtig.”

Nasche kräuselte die Lippen und schien der Aussage nicht vollständig zustimmen zu wollen, während sie sich trockene Blätter von den Knien streifte. Aber sie widersprach auch nicht. Sie neigte den Kopf zu den Beiden, dann zog sie sich zurück. “Danke”, rief Marlin ihr noch hinterher. Nascha wandte sich noch einmal um und nickte ihr zu. Dann ging sie zu ihrem Rudel.
Marlin sah halb nun zu Ariana auf. “Ist das auch etwas, das ich lernen muss?”

Ariana legte den Kopf schief. “Was?”

“Ewig im Wald rumzulaufen. Es scheint Dir nichts auszumachen.”

Die Magierin zuckte mit den Schultern. “Es hilft, ja. Aber nein, das ist nichts das du lernen musst oder, dass nahezu eine Voraussetzung ist. Es gibt Magier die verlassen ihr Chantry alle paar Jahre mal, wenn überhaupt. Aber Ausdauer an sich …”, sie nickte, “Ausdauer willst du lernen, ja. Es gibt Rituale, die dauern Tage. Man kann zwar Pausen einlegen, aber es wird nicht leichter, jedesmal wieder von neuem reinzukommen. Von daher solltest du dir überlegen, welchen Ausdauersport du gerne treibst und damit anfangen. Das hier ist schon mal ein guter Start.”
Marlin verzog das Gesicht und Ariana drückte xies kurz die Schulter.
“Ich schaue, dass ich uns etwas zu essen besorge.”
Damit ging sie.
Marlin beobachtete, wie Ariana sich Winter Keeper näherte, aber in etwas Abstand wartete, bis er ihr schließlich zunickte. Sie sprach kurz mit dem Anführer, der erst unwirsch wirkte und den Kopf schüttelte. Als Ariana aber weitersprach, wurde seine Miene erst etwas dunkler, dann vielleicht einen Anflug von genervt, bis er doch nickte. Er deutete mit dem Kopf in Richtung von Old Prankster und gab damit wohl auch das Signal, dass die Magierin jetzt genug seiner Zeit gestohlen hatte.

Ariana neigte leicht den Kopf und trat zurück, bevor sie sich abwandte und zu Old Prankster ging. Der nickte nach einem Moment Gespräch und sah sogar erfreut aus, während Ariana erleichtert blickte. Sie ging auf den Waldrand zu und war nach einem Moment auch zwischen den Bäumen verschwunden. Winter Keeper sah ihr hinterher und zog die Brauen zusammen. Dann rief er Grim Heart etwas zu, dass in Navaho sein musste. Jedenfalls wandelte die Garou wieder in Wolfsform und war mit wenigen Sätzen auf dem Weg, hinter Ariana her.

Marlin sah ihr unruhig hinterher, aber alle anderen wirkten nicht aufgeregt oder aggressiv und so war das — so hoffte xies — auch keine Gefahr für Ariana. Auch wenn deren erstes Kennenlernen mit Grim Heart alles andere als ruhig abgelaufen war.
Marlin blinzelte müde, legte sich dann zurück auf den Felsen und war im Handumdrehen weggedöst.


Marlin wachte auf, als leises Lachen zu hören war. Xies setzte sich auf und blickte sich verschlafen um. Die meisten Garou ruhten sich nicht weit von Marlin auf dem moosigen Boden aus. Das Lachen kam anscheinend von Ariana und — tatsächlich — Grim Heart — die gerade wieder zwischen den Bäumen auftauchten. Ariana trug ein Tuch, das sie mit etwas gefüllt hatte, in beiden Händen und von Grim Hearts Hand baumelten zwei Enten.

Während die anderen Garou nur kurz von ihrem Gespräch aufsahen, rieb sich Old Prankster die Hände. Er nahm Ariana das Tuch ab und spähte hinein. Dann blickte er zu Grim Heart, die mit den Schultern zuckte. “Nichts giftiges dabei. Sie kennt sich ganz okay aus, für einen Wyrmbringer.”

Old Prankster hob die Brauen und Ariana zog einen Flunsch.

“So, und Winter Keeper sagte, du machst mir Feuer unter dem Hintern … ich meine, du machst das Wasser warm?”

Nun war es an Ariana, die Schultern zu zucken. “Ich versuch’s. Ein richtiges Feuer zu machen wäre leichter, aber da der Chef nein sagt…
Ich kann nur nicht versprechen, dass ich es schaffe die Temperatur gleichmässig zu halten. Schlimmstenfalls verkohlt uns das Essen.”

Das kommentierte Old Prankster mit einem fröhlichen: “Dann müsst ja nur ihr hungern. Wir können jagen.”

Arianas Gesichtsausdruck war nur leer zu nennen, bis sie schließlich nickte. “Nun gut. Das nennt man wohl Motivation.”


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01 — Katharsis

Young beautiful dancer jumping into blue powder cloud

Sie betrat das Tanzstudio, dessen Raum sie für die kommende Stunde gemietet hatte und schloß die Tür mit einem leisen Klicken hinter sich. Kurz blieb sie dort stehen, lehnte die Stirn an die geschlossene Tür, bevor sie durch den Raum zu der Bank an der Querseite schritt. Sie ließ ihre Tasche auf die Bank gleiten und nahm daneben Platz  um aus ihren Schuhen heraus und in die Spitzenschuhe hineinzuschlüpfen.

Ohne es wirklich zu bemerken, vermied sie es, in die großen Spiegel der Längsseite zu sehen. Statt dessen fiel ihr dunkles Haar wie ein Vorhang, oder wie Scheuklappen, um sie herum, während sie langsam, sorgfältig, eines der Satinbänder nach dem anderen um ihre Fußgelenke schlang. Kurz stellte sie jeden Fuß auf, um den Sitz der Schuhe zu überprüfen, bevor sie zu ihrem Smartphone griff, und die in der Wand versteckten Bluetooth-Lautsprecher ansteuerte.

Sie hatte die Playlist sorgfältig im Vorfeld zusammengestellt. Jedes Stück genau in der richtigen Länge für die einzelnen Übungen. Nur nicht mit den Gedanken abschweifen und das Warmmachen schleifen lassen. Sie mochte viel überleben können, aber Muskelfaser- oder Sehnenrisse waren doch schmerzhaft. Und der Heiler war …

Sie brach den Gedankengang ab.

Anmutig konnte man ihre Bewegungen noch nicht nennen, nach den wenigen Monaten Training. Sie hatte zu spät mit dem Training angefangen … viel zu alt. Sie war keine Ballerina, würde nie eine sein, egal wie viel Zeit ihr Trainer in sie steckte. 

Aber das bedeutete nicht, dass sie nicht tanzen konnte. Oder wollte. 

Während hinter ihr die Klaviermusik aus den Lautsprechern plätscherte, führte sie methodisch – und irgendwie auch mechanisch – die Übungen an der Stange aus. Normalerweise würde sie ihre Haltung im Spiegel kontrollieren. Korrigieren. Heute hielt sie den Blick abgewendet und ging gerade nicht so weit, den Spiegel temporär zumindest, in eine stumpfe Fläche zu verwandeln. Es konnte jederzeit jemand hereinkommen, obwohl sie eine Stunde gewählt hatte, zu der sie sehr wahrscheinlich alleine in der gesamten Tanzschule sein würde. Abgesehen von ihrem Kontakt, der sie hereingelassen hatte und später wieder hinauslassen würde. Aber man wusste nie und wenn sie gerade etwas nicht noch zusätzlich nötig hatte, dann war das Paradox.

Etwa 100 unterschiedlicher Pliées und Dehnübungen später, endete das Klaviergeklimper und in der Playlist entstand eine kurze, voreingestellte Pause. Noch ein Tastenanschlag mehr und das nächste Klavier, das ihr begegnet wäre, hätte möglicherweise einen kurzen und feurigen Tod erhalten.

Mit einem halben Dutzend schneller Schritte, war sie in der Mitte des Raums. Und als die erste Note des harten Rocksongs aus den Lautsprechern dröhnte, begann sie zu tanzen. 

Nur wenige Takte in die Musik setzte sie zum ersten Tour jeté an, dann folgte Sprung auf Sprung, im harten Rhytmus der schnellen Passagen.

Eine Kombination, die auch für eine durchtrainierte, professionelle Tänzerin an die Grenzen der Kondition gehen würde. Bei ihr aber wurde jeder Sprung höher, gewagter, die Drehungen schneller.
Sie brauchte es gerade, ihren Körper zu spüren, an dessen Grenzen zu gehen und darüber hinaus.

Ihr langes, offenes Haar wirbelte um sie, verdeckte ihr nicht selten die Sicht, wenn sie überhaupt Wert darauf gelegt hätte, zu sehen wohin sie sich bewegte.

Nur einmal streifte sie ihr eigenes Bild flüchtig mit dem Blick im Spiegel. Die Wangenknochen, die stärker hervortraten. Die härtere Kinnlinie. Die Schatten unter ihren Augen.

Gleich wurde ihr Gesicht von anderen Gesichtern verdrängt. Ihrem Verlobten … verschwunden. Vermisst. Vermutlich tot.

Grand jeté.

Ihre Wahlfamilie. Verschwunden. Vermisst. Vermutlich tot.

Brisé. Pirouette.

Nicht einmal sie hatte, mit all ihren Fähigkeiten, etwas herausfinden könnten. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Als hätte der Erdboden sie nicht einmal gekannt.

Ein weitere Sprung ging in den nächsten über. Halsbrecherisch oder eher knochenbrecherisch bei ihrem Ausbildungsstand. Doch sie lehnte sich nur mehr in die Sprünge hinein, spürte die Kräfte, die Fliehkräfte wirken, während sie einen kleinen Zauber hineinfließen ließ, die Sprünge noch etwas extatischer machte.

Nur wenig. Es konnte immer noch jemand reinkommen. Jemand durch die Fenster knapp unter der Decke hineinspähen, so unwahrscheinlich das auch war.

Das Lied ging in das nächste, ähnlich schnelle, ähnlich harte Lied über und das nächste. Als der letzte Ton des letzten Liedes verklang, führte der letzte Sprung sie in eine kniende Position.  Hier verharrte sie, den Kopf gesenkt, das Haar sie umgebend, wie einen Schleier, während sich ihr Atem nur langsam beruhigte.

Im Moment hätte sie gar nicht aufstehen können, selbst wenn sie wollte. Ihre Knie hätten zu sehr gewackelt.

Sie blieb dort, an der Stelle, bis es leise klopfte und ihr Kontakt den Kopf hereinstreckte. „Ich muss demnächst abschließen, Miss und sie wollen sicher noch duschen.“

Ariana schüttelte den Kopf, ohne aufzusehen. „Ich dusche zuhause. Es ist nicht weit. Ich bin in zehn Minuten am Eingang.“

„Danke, Miss,“ die Tür schloß sich wieder.

Sie erhob sich. Eher ungraziös. Der mächtige Muskelkater, den sie am nächsten Tag haben würde, kündigte sich bereits an. Aber es war ihr gleich. Nein. Falsch. Sie würde ihn begrüßen.

Schmerz. Er passte zu ihrem Leben. Nicht erst seit gestern, aber besonders in dieser Zeit.

Sie ließ sich auf der Bank nieder um die Bänder der Spitzenschuhe aufzuschnüren. Während sie die Schuhe abstreifte, klingelte ihr Telefon. Sie warf einen flüchtigen Blick auf die angezeigte Nummer, um dann sofort abzunehmen.

Ihr Chantry. Aber nicht die zentrale Nummer, sondern das ‚rote‘ Telefon.

Statt einer Telefonverbindung baute sich eine Videokonferenz auf und Ariana blickte in ein knautschig-faltiges, gutmütiges Gesicht, das sie ernst anblickte.

„Was gibt es?“ fragte sie ohne Smalltalk.

„Das Medium im Dienst hat einen neuen Erwachenden gefunden. Er ist in akuter Gefahr.“

Sie presste die Lippen zusammen und nickte.  Dann konnte sie ein leises Seufzen aber auch nicht unterdrücken. „Bleibt mir Zeit für eine Dusche?“

„Besser nicht, antwortete die Frau auf der anderen Seite. „Es sind 100 Meilen nordöstlich deiner Position. Ich schicken dir alle weiteren Daten aufs Smartphone. Sofern du nicht noch Verbündete in der Gegend hast, können wir dir gerade niemanden schicken. Du bist auf dich alleine gestellt. Es tut mir leid.“

Ariana nickte. „Zehn Minuten, dann bin ich unterwegs. Wünsch mir Glück.“

Die Frau auf der Gegenseite hob einen Mundwinkel. „Was sagen wir zum Gott des Todes?“

„Nicht heute.“ Ariana legte auf und warf das Gerät in ihre Tasche, zusammen mit den Schuhen.

Zehn Minuten später rauschte ein weißer Ford Pick-Up über die Ausfallstraße in nordöstliche Richtung.

Sie war auf dem Weg.


02 — Odyssee

Ballerina dancing in pointe shoes

Vage. So vage.

Es war eine Idee gewesen, Übersinnliche mit medialen Fähigkeiten anzuheuern, um dem gegenzusteuern, dass immer mehr  Erwachende dies außerhalb der Strukturen taten, die sich unter Magiern, Garou oder auch den Changelings ausgebildet hatten. Den Suits einen Schritt voraus sein. 

Aber abgesehen davon, dass nicht gerade viele Medien Schlange standen, um Freiwilligenarbeit für sie zu leisten, war diese Arbeit auch auf eine Art anstrengend, die Ariana erst nachvollziehen konnte, seit sie selbst ein paar Mal als … Kanal …für Entitäten von der anderne Seite gedient hatte. 

Es war nicht so, dass ihre Hilfe der medial Begabten nicht nützlich war. Im Gegenteil. Sie war  unersetzlich. Aber sie war auch extrem anfällig, störanfällig, und oft extrem vage. 

Und jetzt hatte sie auch noch das Navi in ein weiteres, totes Ende geführt. 

Ariana fluchte leise und rammte die Automatic des Ford Heavy Duty Pickups in den Rückwärtsgang. Neben ihr in der Schale, die auf die Mittelkonsole aufgesetzt war, regte sich etwas und Zyx, die kleine Grasnatter blickte missmutig züngelnd von ihrem Wärmestein auf. 

Nach einem Moment wirkte sie resigniert – wenn Grasnattern resigniert schauen konnten und sie streckte sich von dem Wärmestein, hin zu Arianas Arm. Erst wand sich sich um den Arm herum, dann schlüpfte sie unter den Armel und wand sich den Arm hinauf, bis sie sich wie eine dekorative Torque um Arianas legte. Dem wohl einzigen Platz im Wagen, der von der eher ruppigen Fahrweise der Magierin gerade nicht durchgeschüttelt wurde, weil sie automatisch mit ihrem Körper ausglich. 

„C’mon …“ fluchte sie leise in Richtung des Navis. „… es muss doch einen Weg auf diese Anhöhe geben, der nicht im Nirgendwo endet.“

Tatsächlich berechnete das System just in diesem Moment die Strecke neu und zeigte eine beruhigende grüne Linie, die grob in die Richtung führte, das Medium genannt hatte. Das die wenigen Bilder, die es empfangen hatte, noch mit ‚vermutlich weiter oben‘ garniert hatte. 

„Wenn es wenigstens eine Monty Python Wegbeschreibung wäre, dann wäre es wenigstens witzig,“ murmelte Ariana und brachte das Auto, sie selbst und damit auch die Grasnatter um ihren Hals auf den neuen Weg. Aber nicht nur, dass die Wegbeschreibung vage geblieben war, sie wusste nicht einmal, mit was für einer Art von Erwachendem sie es zu tun haben würde. Einem Magier? Einem Garou? Einem Changeling? Wohl keinen Changeling. Diese hatten irgendwie besser Chancen, die ihren auch über Entfernung zu erkennen, als sie die Magier. Auch die Garou hatten nicht ganz so viel Pech mit Lost Cubs, wie sie es anscheinend hatten, mit Erwachenden die … irgendwo verschwanden … 

Aber nicht heute. NIcht, wenn sie es verhindern konnte. 

Alles was sie im Moment brauchte, war ein Platz. Am Besten etwas erhöht, und nicht auf den ersten Blick von weither einsehbar. Mit zumindest ein bisschen Platz und ein bisschen Schutz, dass sie ein Ritual machen konnte. Alleine, zum ersten Mal seit … seit sie erwacht war? Überhaupt? Ein bitterer Geschmack sammelte sich in ihrem Mund. Aber jetzt war nicht der Moment, zusammenzubrechen und sich in ein Häufchen Elend aufzulösen. 

Jemand brauchte ihre Hilfe und das war genug.