05 – Dyade

05 – Dyade

Arianas Gegenüber zögerte. Natürlich.

Jeder Mensch mit Verstand würde zögern, wenn er mitten in der Nacht auf offener Straße von einer sichtlich Ortsfremden in einem fetten und ziemlich neuen Pick-up-Truck angesprochen werden würde. Einer Fremden, die zwar zierlich aussah, aber wer wusste schon, wer sich in diesem Pick-Up noch versteckte und ob sie vielleicht sich gerade nur zeigte, um das zukünftige Opfer in Sicherheit zu wiegen.

03 – Odyssee II

03 – Odyssee II

Eine Dreiviertelstunde später erreichte der Ford Heavy Duty Pick-Up endlich die gewünschte Anhöhe. Geröll und Kies knirschte unter den Reifen und verlängerte den Bremsweg um ein paar Meter. Dann verstummten die Motorengeräusche, als Ariana die Zündung abschaltete und den Schlüssel abzog. Kurz strichen ihre Finger über den grünen Körper der Grasnatter um ihren Hals. „Willst du nicht lieber hier bleiben? Ich weiss nicht, was mich erwartet.“ Was sie zur Antwort

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02 – Odyssee

02 – Odyssee

Vage. So vage.Es war eine Idee gewesen, Übersinnliche mit medialen Fähigkeiten anzuheuern, um dem gegenzusteuern, dass immer mehr  Erwachende dies außerhalb der Strukturen taten, die sich unter Magiern, Garou oder auch den Changelings ausgebildet hatten. Den Suits einen Schritt voraus sein. Aber abgesehen davon, dass nicht gerade viele Medien Schlange standen, um Freiwilligenarbeit für sie zu leisten, war diese Arbeit auch auf eine Art anstrengend, die Ariana erst nachvollziehen konnte, seit sie selbst ein paar Mal als … Kanal …für Entitäten von der anderne Seite gedient hatte.

01 – Katharsis

01 – Katharsis

Sie betrat das Tanzstudio, dessen Raum sie für die kommende Stunde gemietet hatte und schloß die Tür mit einem leisen Klicken hinter sich. Kurz blieb sie dort stehen, lehnte die Stirn an die geschlossene Tür, bevor sie durch den Raum zu der Bank an der Querseite schritt. Sie ließ ihre Tasche auf die Bank gleiten und nahm daneben Platz  um aus ihren Schuhen heraus und in die Spitzenschuhe hineinzuschlüpfen.

Ohne es wirklich zu merken, vermied sie es, in die großen Spiegel der Längsseite zu sehen. Statt dessen fiel ihr dunkles Haar wie ein Vorhang, oder wie Scheuklappen, um sie herum, während sie langsam, sorgfältig, eines der Satinbänder nach dem anderen um ihre Fußgelenke schlang. Kurz stellte sie jeden Fuß auf, um den Sitz der Schuhe zu überprüfen, bevor sie zu ihrem Smartphone griff, und die in der Wand versteckten Bluetooth-Lautsprecher ansteuerte.